Organic Eprints frontpage
 about    browse    search    register    user area    help 

539: SAGRI ALP: Nachhaltige landwirtschaftliche Nutzung in europäischen Alpenregionen

Richter, Toralf; Bosshard, Dr. Andreas; Müller, Priska and Hartnagel, Siegfried (2001) SAGRI ALP: Nachhaltige landwirtschaftliche Nutzung in europäischen Alpenregionen. Report, Sozio-Oekonomie, Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL).

Full text available as:
PDF - Requires Adobe Acrobat Reader or other PDF viewer.

Summary

Der landwirtschaftliche Sektor spielt eine bedeutende Rolle innerhalb des gesamten ökologischen und sozialen Netzwerkes in alpinen Regionen Europas. Gründe hierfür liegen im überdurchschnittlich hohen Anteil an Flächen, die durch die Bauern bewirtschaftet werden sowie der hohen Quote der in der Landwirtschaft Beschäftigten im Alpenraum. Weiterhin leistet der Bauer einen wichtige Beitrag zur Erhaltung eines attraktiven, abwechslungsreichen Landschaftsbildes.
Oft vergessen wird jedoch auch die Rolle der Bauernfamilie als Nachfrager von Produkten und regionalen Dienstleistungen. Somit besitzen Bauernfamilien auch eine stabilisierende Funktion für die Aufrechterhaltung einer Mindestinfrastruktur im ländlichen Raum.
Besonders in der Schweiz haben die alpinen Regionen eine ausserordentliche Bedeutung für die Landwirtschaft. Schliesslich leben und arbeiten mehr als die Hälfte aller Schweizer Bauern in Berggebieten.
In den letzten Jahren hat sich in allen europäischen Ländern die ökonomische Situation für die Landwirtschaft im Alpenraum leicht verschlechtert. Trotz Direktzahlungsprogrammen für benachteiligte Produktionsgebiete konnten aufgrund der starken Preisrückgänge die früheren Einkommen meist nicht mehr erreicht werden. Im Vergleich zu anderen Alpenregionen in Europa konnten die Schweizer Bergbauern ihre Einkommen dagegen noch relativ stabil auf hohem Niveau halten, dank der hohen Transferleistungen für Berggebiete. Trotzdem sehen sich die Schweizer Bergbauern mit der schrittweisen Annäherung der Agrarpolitik und der Preise an die EU als Referenzregion (z.B. mehr Liberalisierung auf dem Käsemarkt
durch die bilateralen Verträge Schweiz – EU, Diskussion um die Abschaffung der Milchkontingente) einem zunehmenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Eine nachhaltige Reduzierung der ökonomischen Basis im Glarner Hinterland-Sernftal, wie auch in den meisten anderen Schweizer Alpentälern könnte jedoch die ökologische und ästhetische Qualität der Landschaft sowie die Zufriedenheit der Bauern mit ihrem Beruf deutlich und irreversibel verändern. Vor dem dargestellten Hintergrund beabsichtigt das internationale Forschungsprojekt SAGRI ALP (Sustainable Agriculture Land Use in Alpine Mountain Regions) Leitlinien für eine Landwirtschaft in Alpenregionen Europas gemäss den Prinzipien der ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit zu entwickeln. An dem Projekt sind neben dem Schweizer Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) wissenschaftliche Partner aus den Alpenländern Deutschland (Alpenforschungsinstitut), Österreich (RaumUmwelt), Frankreich (Service d’Utilité Agricole à Compétence Interdépartementale/ Groupement d’Intérêt Scientifique Alpes du Nord) und Italien (Istituto Agrario di San Michele all’Adige) beteiligt.
In der Schweiz wurde das Projekt durch das Bundesamt für Bildung und Wissenschaft (BBW) finanziert.

Document Language:Deutsch - German
Keywords:Regionalentwicklung, Alpen
Subject Areas: Farming Systems > Social aspects
Research affiliation: Switzerland > FiBL > Socio-Economics
Orgprints ID Number:539
Contact:Richter, Dr. Toralf
Deposited On:09 March 2003
EPrint Type:Report
Published?:Unpublished
Online at:http://www.fibl.ch/archiv/richter-et-al-2001-sagrialp.pdf
Peer Review Status:Not peer-reviewed
Related Links:http://www.fibl.ch/forschung/sozio-oekonomie/projekte/sagrialp.php

Archive Staff Only: edit this record