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Pflanzengesundheitliche Bewertung der besonderen Risiken für den ökologischen Landbau durch die Einschleppung und Verbreitung von gebietsfremden Schadorganismen

Müller, Petra; Gärtig, Susanne and Kehlenbeck, Hella (2003) Pflanzengesundheitliche Bewertung der besonderen Risiken für den ökologischen Landbau durch die Einschleppung und Verbreitung von gebietsfremden Schadorganismen. [Introduction and dissemination of exotic pests and diseases: Evaluation of the risk to crop health in organic farming.] Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), Bonn, Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau.

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Summary

Der Ökologische Landbau ist aufgrund seiner Produktionsweise stärker als der konventionelle Pflanzenanbau durch die Einschleppung gebietsfremder Arten gefährdet. Die aktuellen Regelungen und Anforderungen zum Schutz des Kulturpflanzenanbaus können kein vergleichbares Schutzniveau für den ökologischen Landbau bewirken, weil diese häufig auf Bekämpfungsmaßnahmen basieren, die im biologischen Anbau nicht angewendet werden können. Vor diesem Hintergrund wurden die derzeit in der EU-Richtlinie 2000/29/EG rund 300 gelisteten Quarantäneschadorganismen bezüglich der von ihnen ausgehenden potentiellen Bedrohung für den ökologischen Landbau geprüft. Dabei zeigten 29 der gelisteten Arten ein besonders hohes Risikopotential für eine Ansiedlung und Schädigung in biologisch wirtschaftenden Betrieben.
Darüber hinaus wurden relevante Schadorganismen, die keinen Regelungen unterliegen, dahingehend untersucht, ob sie ein vergleichsweise größeres Risiko für den ökologischen Landbau darstellen. Der weitgehende Verzicht auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln und das Fehlen von natürlichen Antagonisten für die eingeschleppten Organismen, die eine Selbstregulierung ermöglichen würden, führt für den ökologischen Landbau auch hier zu einer stärkeren Bedrohung durch gebietsfremde Schadorganismen.
Zudem wurden die aktuellen Risikobewertungsstandards dahingehend überprüft, ob sie für die besonderen Anforderungen des ökologischen Landbaus geeignet sind, und Vorschläge zu sinnvollen Anpassungen an diese Bedürfnisse erarbeitet, da sich eine ökonomische Benachteiligung des Ökolandbaus deutlich abzeichnete.
Weiterhin wurden Vektoren identifiziert, die nicht in den Quarantäneregelungen gelistet sind, aber geregelte Pathogene übertragen, die wiederum ein großes Risiko für den ökologischen Landbau darstellen.
Um das gegenwärtige Schutzniveau dieser alternativen Anbauform zu sichern oder zu verbessern, leistet dieses Projekt einen ersten Beitrag, dessen Inhalte durch weitere Forschungsarbeiten vertiefend bearbeitet werden müssen, um abschließende Entscheidungen treffen zu können.

Summary translation

Organic farming is a production system that is more threatened by the introduction of exotic species than conventional farming. Current regulations and requirements to protect crop farming cannot provide a comparable level of protection to organic farming as they do it for conventional farming because they often involve control measures that cannot be applied to organic farming. For this reason the approximately 300 quarantine pests and diseases listed in EC Council Directive 2000/29/EEC were checked for their potential risk to organic farming. As a result 29 out of the listed species showed a particularly high risk potential to establish and cause damage to organic farming.
Furthermore, significant harmful organisms that are not subject to regulations were analysed with regard to whether they pose a comparably higher risk to organic farming. Non-use of chemical pesticides to a large extent and lacking natural antagonists of the introduced organisms, which would allow self-regulation, result in a greater threat to organic farming by exotic species.
Further, current risk assessment standards were checked for whether they satisfy the special requirements of organic farming. Proposals on a useful adaption to these needs were developed because the study showed a clear economic disadvantage for organic farming.
Furthermore, vectors were identified that are not specified in the quarantine regulations but transmit regulated pathogens which in turn pose a high risk to organic farming.
The project provides a first step to preserve and improve the present level of protection on this alternative farming system. It requires further detailed studies which would allow to take final decisions.

EPrint Type:Report
Keywords:BÖL, BOEL, FKZ 02OE083, invasive Arten, exotic species, gebietsfremde Arten, Pflanzengesundheit, Bekämpfung, Schäfdlingsbekämpfung, Schädlingsregulierung, Pflanzenkrankheiten
Subjects: Crop husbandry > Crop health, quality, protection
Research affiliation: Germany > Federal Organic Farming Scheme - BOELN > Plants > Pflanzenschutz
Germany > Federal Research Centre for Cultivated Plants - JKI > Institute for Biological Control
Related Links:http://www.bundesprogramm-oekolandbau.de, http://www.bundesprogramm.de/fkz=02OE083, http://www.bba.de/oekoland/dateien/projergeb/projekt24start.htm, http://orgprints.org/perl/search/advanced?addtitle%2Ftitle=&keywords=02OE083&projects=BOEL&_order=bypublication&_action_search=Suchen
Deposited By: Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
ID Code:4551
Deposited On:12 Apr 2005
Last Modified:12 Apr 2010 07:30
Document Language:German - Deutsch
Status:Unpublished
Refereed:Not peer-reviewed
Additional Publishing Information:Finanziert vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau.
Auftragnehmer: Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Abteilung für nationale und internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit
Projektleitung: Dr. Petra Müller

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