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Auswirkungen der Fermentation biogener Rückstände in Biogasanlagen auf Flächenproduktivität und Umweltverträglichkeit im ökologischen Landbau bei viehloser Wirtschaftsweise

Stinner, Walter; Möller, Kurt and Leithold, Günter (2003) Auswirkungen der Fermentation biogener Rückstände in Biogasanlagen auf Flächenproduktivität und Umweltverträglichkeit im ökologischen Landbau bei viehloser Wirtschaftsweise. In: Freyer, Bernhard (Ed.) Beiträge zur 7. Wissenschaftstagung zum Ökologischen Landbau "Ökologischer Landbau der Zukunft" 24.-26. Februar 2003 in Wien, Institut für ökologischen Landbau (iföl), Universität für Bodenkultur (Boku), Wien, pp. 523-524.

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123Kb

Summary

Problemstellung/Ziele:Analog zur Entwicklung im konventionellen Landbau ist auch
im Ökologischen Landbau eine zunehmende Tendenz zu viehloser Wirtschaftsweise
festzustellen. Viehlose Betriebe können auf die Vorteile des Kleegrasanbaues (N-Versorgung,
Unkrautbekämpfung) kaum verzichten. Üblicherweise wird der Aufwuchs
gemulcht und auf der Fläche belassen, ebenso die übrigen Rest- und Koppelprodukte
(Stroh von Getreide und Körnerleguminosen, Zwischenfruchtaufwüchse, u.ä.). Damit
können erhebliche N-Verluste verbunden sein, zum Einen als Ammoniakfreisetzungen
beim Abbau des Kleegrasmulches (u.a. ANDREN, 1987), zum Anderen durch Minderleistungen
der Stickstofffixierung gemulchter Bestände, die mineralisierten Stickstoff
aufnehmen und dabei die eigene Fixierung vermindern. Weitere Verlustquellen
sind Auswaschung und Denitrifikation beim Verbleib N-reicher Restprodukte auf dem
Feld während des Winterhalbjahres (u.a. MÖLLER, 1999; RUSER, 1999). Ein weiteres
Problem bei viehloser Bewirtschaftung ist neben der fehlenden Verwertungsmöglichkeit
für die Kleegrasaufwüchse, die fehlende Möglichkeit, innerhalb der Fruchtfolge
Nährstoffe auf die bedürftigen Kulturen „umzuverteilen“, wie dies bei viehhaltenden
Systemen in Form von Gülle, Jauche und Stallmist möglich ist. Die Vergärung der
ansonsten nicht genutzten Aufwüchse und Reststoffe einer viehlosen Fruchtfolge in
einer Biogasanlage kann nicht nur der Energieerzeugung dienen, sondern gegebenenfalls
auch der besseren N-Versorgung über die gezielte Rückführung der Gärreste.
Sie könnte auch zu einer Verminderung umweltrelevanter N-Emissionen führen, da
der Stickstoff zeitweise – insbesondere über Winter - aus den Ackerflächen entfernt
und „zwischengelagert“ wird. Außerdem können durch die Vergärung in einer Biogasanlage
betriebsfremde Nährstoffe (z.B. Grünschnitte) erschlossen werden, die bei
Einhaltung entsprechender Richtlinien bis zur Grenze von 40 kg N/ha in Ökobetrieben
eingesetzt werden dürfen.


EPrint Type:Conference paper, poster, etc.
Type of presentation:Paper
Keywords:Viehlos, Biogas, biogene Rückstände, Kleegras
Subjects: Food systems > Recycling, balancing and resource management
Crop husbandry > Composting and manuring
Environmental aspects > Air and water emissions
Research affiliation: Germany > University of Gießen > Institute of Agronomy and Plant Breeding II
Related Links:http://www.uni-giessen.de/orglandbau/LaufendeProjekte2002.pdf, http://www.biolandbautagung.at/, http://www.soel.de/projekte/wissenschaftstagung.html
Deposited By: Möller, PD Dr. Kurt
ID Code:4528
Deposited On:08 Mar 2005
Last Modified:12 Apr 2010 07:30
Document Language:German - Deutsch
Status:Published
Refereed:Not peer-reviewed
Additional Publishing Information:Der Tagungsband der 7. Wissenschaftstagung (Freyer, Bernhard, Ed. (2003) Beiträge zur 7. Wissenschaftstagung zum ökologischen Landbau: Ökologischer Landbau der Zukunft. Universität für Bodenkultur Wien - Institut für ökologischen Landbau.) kann unter folgender Adresse bezogen werden:
Frau Sandra Donner,
Institut für Ökologischen Landbau,
Universität für Bodenkultur Wien,
Gregor Mendel Strasse 33,
A-1180 Wien,
Fax: +43 (0)1 47654-3792
sandra.donner@boku.ac.at

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