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Endoparasiten und Milchqualität bei Ziegen im Ökologischen Landbau

Barth, Kerstin and Koopmann, Regine (2004) Endoparasiten und Milchqualität bei Ziegen im Ökologischen Landbau. [Wurm burden and milk quality of goats in organic farming.] In: Heß, J and Rahmann, G (Eds.) Ende der Nische, Beiträge zur 8. Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau, kassel university press GmbH, Kassel.

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Summary

Effects of subclinical parasitism on productivity parameters like milk yield and fat have been described previously in cows. Until now only a few data were reported for goats. Two main topics of the institute’s research focus on milking of small ruminants and strategies to reduce anthelmintic treatments. In 2003 45 goats were monitored during lactation. Milk yield and milk composition (fat, protein, lactose) were registered monthly. Every two weeks, samples for cyto-bacteriological analysis were gained of each half of the udder. At the end of April the grazing season started and individual faecal samples were collected monthly. A first data evaluation showed no significant relationship between the severity of the infection with gastro-intestinal-strongyloides (GIS), estimated by the number of eggs counted in the faeces (FEC), and milk yield and milk quality . In a second step, animals were grouped according to their course of infection in “mild” and “serious”. “Mild” means that an FEC over 300 Epg was only registered at the end of the investigation period in August. Compared with the “mild” group, the FEC of animals with “serious” infection courses immediately increased after the beginning of grazing. The new analyses revealed differences between these groups for the content of lactose and protein, even if they were not statistically significant. During mid of July and August, when the prevalence of GIS was highest, the group with the “mild” course of infection showed a lower decrease of milk production compared with the higher infected group. No relationship could be found between FEC or course of infection and udder health. However, further research is needed to evaluate, and maybe confirm our observations that the course of infection with GIS might be an interesting parameter to express the resistance to parasitic diseases in goats and might be related to the parameters of milk production and composition.

Summary translation

Bei der Haltung von Kleinwiederkäuern stellen Endoparasitosen einen bedeutsamen Krankheitskomplex dar. Die wirtschaftlichen Verluste infolge verminderter Zunahmen, die aus der starken Belas-tung des Organismus mit Magen-Darm-Parasiten resultieren, werden bei der Fleischschafhaltung besonders deutlich und sind hinreichend untersucht. Die Frage, ob Parasitosen sich aber auch auf die Leistung und Qualität der Milch von Milchschafen bzw. Milchziegen auswirken, war dagegen bislang kaum Gegenstand von Betrachtungen. Seit dem Jahr 2002 werden am Institut Untersuchungen zu alternativen Strategien der Parasitenkontrolle im ökologischen Landbau durchgeführt. Diese Untersuchungen wurden in 2003 auf die laktierenden Milchschafe (n = 19) und –ziegen (n = 45) ausgedehnt. Mit dem Weidegang wurde am 24. April (Milchschafe) und am 30. April (Ziegen) begonnen. Bis zum August wurden monatlich tierindividuell Kotproben gewonnen und die Ausscheidung von Magen-Darm-Wurmeiern quantitativ bestimmt.
Im August war die Parasitenbelastung bei den Milchziegen so stark angestiegen, dass eine Entwurmung vorgenommen werden musste. Die Milchschafe zeigten im gesamten Versuchsverlauf nur sehr geringe Belastungen mit Endoparasiten, so dass eine Bewertung im Sinne der Fragestellung nicht möglich war. Der zweite in der Milchviehhal-tung sehr bedeutsame Krankheitskomplex umfasst die Eutergesundheitsstörungen. Da im ökologischen Landbau der prophylaktische Einsatz von Antibio-tika gesetzlich untersagt ist, kommt der umfassenden Prophylaxe entscheidende Bedeutung zu. Die Mastitis muss deshalb stets als Faktorenkrank-heit wahrgenommen, und die sie begünstigenden Umstände müssen berücksichtigt werden. Das Institut widmet sich auch dieser Fragestellung mit umfassenden Untersuchungen. In Zusammenarbeit mit der BFEL in Kiel wurde die Eutergesundheit aller laktierenden Tiere in 14-tägigem Abstand untersucht. Für die standardisierte Erfassung der Leistungsparameter wurde bei den Milchziegen monatlich die Milchleistungsprüfung durchgeführt. Die Auswertung der Daten erbrachte keinen statistisch zu sichernden Hinweis auf eine Beziehung zwischen der Höhe der Eiausscheidung und des Gehaltes der Milch an Fett, Protein, Laktose und somatischen Zellen. Eine Bewertung des Infektionsverlaufes als mild (lediglich die letzte von fünf Kotproben wurde als „hochgradig befallen“ eingestuft) bzw. heftig (rapider Anstieg von der ersten zur letzten Kotprobe oder bereits von Beginn an belastet) zeigte zwar leichte Unterschiede zwischen den Gruppen, die jedoch nicht statistisch zu sichern waren. Die beobachtete Tendenz, dass heftige Infektionsverläufe auch zur verminderten Gehalten der Milch an Fett, Protein und Laktose führen, wäre an weiterem Tiermaterial zu prüfen. Auch die Hypothese, dass eine Schwächung des Organismus durch bestehende Infektionen (durch Mastitiserreger bzw. Parasiten) die Ausprägung von Mastitiden bzw. Parasitosen begünstigen, konnte nicht bestä-tigt werden. Sowohl eutergesunde als auch euter-kranke Tiere zeigten milde bzw. heftige Verläufe des Parasitenbefalls.

EPrint Type:Conference paper, poster, etc.
Type of presentation:Poster
Keywords:Lebensmittelqualität, Tiergesundheit, Endoparasiten
Subjects: Food systems > Food security, food quality and human health
Animal husbandry > Production systems > Sheep and goats
Animal husbandry > Health and welfare
Research affiliation: Germany > Federal Research Institute for Rural Areas, Forestry and Fisheries - VTI > Institute of Organic Farming - OEL
International Conferences > 2005: Scientific Conference on Organic Agriculture
Deposited By: Koopmann, Dr. med. vet. Regine
ID Code:3460
Deposited On:05 Mar 2005
Last Modified:12 Apr 2010 07:29
Document Language:German - Deutsch
Status:Published
Refereed:Peer-reviewed and accepted
Additional Publishing Information:eingereicht zum Tagungsband Ressortforschung für den Ökolandbau 2004

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