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Entwicklung von Maissorten für den Ökologischen Anbau

Jung, Rüdiger; Becker, Heiko and Stever, Mareile (2015) Entwicklung von Maissorten für den Ökologischen Anbau. [Development of maize varieties for organic farming.] Georg-August-Universität Göttingen, Department für Nutzpflanzenwissenschaften, D-Göttingen und KWS Saat AG, Institut für Pflanzenzüchtung, D-Einbeck .

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PDF - German/Deutsch (Schlussbericht - Arbeitspaket 1)
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PDF - German/Deutsch (Schlussbericht - Arbeitspaket 2, 3 und 4)
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PDF - German/Deutsch (Merkblatt)
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Summary

Mais wird im ökologischen Landbau bisher wenig angebaut, obwohl er sowohl als Futterpflanze als auch als Marktfrucht von großem Nutzen sein könnte. Ein Grund hierfür ist, dass der Anbau unter ökologischen Bedingungen höhere und teilweise andere Ansprüche an dem Mais stellt als der unter konventionellen Bedingungen. Die Konkurrenzfähigkeit gegenüber Unkraut ist dabei das am stärksten ökospezifische Merkmal. Dazu wurden pflanzenbauliche und pflanzenzüchterische Untersuchungen durchgeführt.
In dreijährigen pflanzenbaulichen Versuchen an zwei ökologisch bewirtschafteten Standorten im südlichen Niedersachsen (Reinshof, Wiebrechtshausen) wurden bei verschiedenen Maissorten acht Untersaat-Varianten geprüft. Mit allen UntersaatVarianten konnte die Sprossmasse der Unkräuter zwischen den Maisreihen verringert werden. Effektiv waren dabei Welsches Weidelgras (61 % weniger Unkraut-Sprossmasse als in der Kontrollvariante), Erdklee (57 % Reduktion) und Wegwarte (im Mittel 53 % Reduktion). Roggen war dagegen nicht effektiv. Die Unterssaaten haben das Wachstum des Maises kaum negativ beeinflusst.
In den an den gleichen Standorten durchgeführten züchterischen Versuchen wurde der Unkrautdruck durch eine Untersaat simuliert. Es wurden 180 Testkreuzungen mit und ohne Untersaat geprüft und in zwei Jahren die jeweils leistungsstärksten Genotypen selektiert. Im dritten Versuchsjahr wurden aus den selektierten Linien Hybriden hergestellt und vergleichend mit und ohne Untersaat getestet. Es wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den Selektionsgruppen festgestellt. Die Entwicklung von Maissorten mit spezifischer Unkrauttoleranz erscheint daher wenig aussichtsreich. In einem weiteren Projektteil konnte gezeigt werden, dass auch die Entwicklung von Populationssorten bei Mais möglich ist, da die spontane Selbstbefruchtung in Populationen vernachlässigt werden kann.

Summary translation

Maize is not very common in organic agriculture, though it would be interesting both for feeding animals and as market fruit. One reason for this are the high requirements for a cultivar adapted to organic farming that partly differ from the requirements in conventional farming. The most specific characteristic of maize growing under organic conditions is the high competition by weeds. This problem was investigated with agronomic and plant breeding approaches.
The agronomic studies were conducted in three years at two locations in the South of Lower Saxony (Reinshof and Wiebrechtshausen) under organic management. Several maize cultivars were grown with eight different variants of cover crops. All of them were able to reduce the amount of weeds in between the maize rows. Very efficient cover crops were perennial rye grass (61 % less weed biomass compared with the control without cover crop), subterranean clover (57 % reduction) and chicory (53 % reduction), whereas rye was not efficient. The cover crops had hardly any negative influence on the maize.
In the plant breeding studies at the same locations weed pressure was simulated by sowing a mixture of species in between the maize rows. In a two year experiment 180 testcrosses were grown with and without artificial weed and the highest yielding genotypes were selected in each of the two systems. In the third year hybrids were produced from the selected lines and tested in both systems. The selection environment had no significant influence, therefore it is hardly promising to select maize hybrids with specific genetic adaptation to weed pressure. In a further part of the project the breeding of population cultivars was investigated. It was shown that spontaneous self pollination is no hindrance to develop population cultivars in maize.

EPrint Type:Report
Keywords:BÖLN, BOELN, BÖL, BOEL, FKZ 10OE107, FKZ 10OE074, FKZ 10OE108, Maissorten, Beikrauttoleranz, maize, breeding, organic farming, weeds adaptation
Subjects: Crop husbandry > Breeding, genetics and propagation
Crop husbandry > Production systems > Root crops
Research affiliation: Germany > Federal Organic Farming Scheme - BOELN > Plants > Pflanzenzüchtung
Germany > University of Göttingen > Plant Breeding
Germany > University of Göttingen > Plant Production
Germany > Other organizations
Related Links:http://www.bundesprogramm.de, http://orgprints.org/cgi/search/advanced?addtitle%2Ftitle=&keywords=10OE074&projects=BOEL&_order=bypublication&_action_search=Suchen, http://orgprints.org/cgi/saved_search?savedsearchid=1332
Deposited By: Becker, Heiko
ID Code:30720
Deposited On:28 Oct 2016 08:12
Last Modified:28 Oct 2016 08:12
Document Language:German/Deutsch
Status:Unpublished
Refereed:Not peer-reviewed
Additional Publishing Information:Gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft.
Koordination des Gesamtvorhabens: Prof. Dr. Heiko Becker, Georg-August-Universität Göttingen, Abteilung Pflanzenzüchtung.
Bei dem hier eingestellten Vorhaben handelt es sich um ein Verbundprojekt, an welchem folgende Teilprojekte beteiligt waren:
Projektleitung des Teilprojektes FKZ 10OE074 und Gesamtkoordination des Vorhabens: Prof. Dr. Heiko Becker, Georg-August-Universität Göttingen, Department Nutzpflnazenwissenschaften, Abteilung Pflanzenzüchtung
Projektleitung des Teilprojektes FKZ 10OE107: Dr. Walter Schmid, KWS Saat AG, Institut für Pflanzenzüchtung
Projektleitung des Teilprojektes FKZ 10OE108: Prof. Dr. Rolf Rauber, Georg-August-Universität Göttingen, Department für Nutzpflanzenwissenschaften, Abteilung Pflanzenbau
Im Rahmen des Projektes wurden folgende Arbeitspakete bearbeitet:
Arbeitspaket 1: Entwicklung von Untersaaten und Untersaatenmischungen zur Reduzierung des Unkrautdruckes in Mais (FKZ 10OE108)
Arbeitspaket 2: Entwicklung von Maiszuchtmaterial mit hoher Unkrauttoleranz (FKZ 10OE074 und FKZ 10OE107)
Arbeitspaket 3: Blühbiologische Untersuchungen zur Optimierung der Entwicklung offen abblühender Maissorten für den Ökologischen Landbau (FKZ 10OE074 und FKZ 10OE107)
Arbeitspaket 4: Dissemination der im Projekt gewonnenen Erkenntnisse (FKZ 10OE074 und FKZ 10OE107)

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