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Parasitenproblematik in Betrieben mit Bio Weide-Beef®-Produktion unter besonderer Berücksichtigung des Magen-Darmwurm-Befalls

Figi, Rolf (2002) Parasitenproblematik in Betrieben mit Bio Weide-Beef®-Produktion unter besonderer Berücksichtigung des Magen-Darmwurm-Befalls. [Parasites on Farms with Bio-Weide-Beef Production.] Wissenschaftliche Arbeit, ETH Zürich, Institut für Nutztierwissenschaften. [ Unveröffentlicht, ]

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Kurzfassung

Die vorliegende Semesterarbeit war in ein am FiBL laufendes Forschungsprojekt zur gegenwärtigen Parasitensituation auf Bio-Weide-Beef (BWB)-Betrieben eingebettet. Das Projekt bestand einerseits aus einer Umfrage, in welcher für die Thematik relevante Betriebs- und Managementdaten erhoben wurden, und andererseits aus einer Bestandesanalyse auf der Basis von Kotproben. Die Semesterarbeit befasste sich ausschliesslich mit der Auswertung der in den Fragebögen erhobenen Daten. Das Ziel der Arbeit lag darin, erste Hinweise zur Parasitensituation in der BWB-Produktion zu erhalten und die Haltungsbedingungen im Hinblick auf die MDN-Problematik zu analysieren.
In der Umfrage wurden neben allgemeinen Betriebsdaten Detailangaben zur Weideführung, zur Intensität der Flächennutzung, zu aufgetretenen Parasitenproblemen und zu bisher durchgeführten Kontrollmassnahmen erhoben. In einem zweiten Schritt wurde ein Risikoprofil MDN-Befall für BWB-Tiere anhand von Haltungs- und Weidemanagementdaten erstellt, um das Gefährdungspotenzial der Jungtiere abzuschätzen. Mit Hilfe eines Bewertungsschlüssels wurden die Betriebe in fünf Risikoklassen eingeteilt. Diese Risiko-Klassifizierung stützte sich allein auf epidemiologische Überlegungen.
Aus der Umfrage ging hervor, dass vor allem Magen-Darm- und Lungenwürmer, aber auch Leberegel in der BWB-Haltung weit verbreitet sind, aber in den meisten untersuchten Betrieben, vor allem aufgrund des von den Tierhaltern praktizierten Weidemanagements, kein gravierendes Problem darstellten. Nur in relativ wenigen Betrieben deutete die durchgeführte Risikoklassifizierung auf ein hohes Gefährdungspotenzial für umfangreiche Infektionen mit MDN hin. Der insgesamt niedrige Einsatz von Entwurmungsmitteln macht deutlich, dass auch im Mittelland eine Aufzucht und Mast von Jungrindern mit einem sehr geringen Einsatz von Anthelminthika möglich ist. Als wichtiges Defizit wurde die vorgängig zu einem Medikamenten-Einsatz meist fehlende Kotdiagnostik aufgezeigt.
Die Resultate stellen eine wertvolle Grundlage für die vorzuschlagenden Sanierungsmassnahmen in den identifizierten Problembetrieben dar. Die Ergebnisse der Studie werden darüber hinaus zukünftig als Grundlage für die Beratung neuer BWB-Produzenten dienen können. Längerfristiges Ziel dabei muss sein, den Einsatz von Anthelminthika zukünftig zu minimieren, um so die ökologische Qualität der gewonnenen Produkte weiter zu optimieren.


Art des Eintrags:Hochschulschrift (Semesterarbeit)
Schlagwörter:Veterinärparasitologie, Bio Weide-Beef, Magen-Darmwürmer
Themengebiete:Tierhaltung > Nutztiere > Rinder
Tierhaltung > Tiergesundheit / artgerechte Haltung
Land/Organisation/Projekt: Schweiz > FiBL > Veterinärparasitologie
Weiterführende Links:http://www.fibl.org/forschung/veterinaerparasitologie/index.php, http://www.bioweidebeef.ch/, http://www.fibl.org/shop/show.php?art=1291
Eingestellt von:Hertzberg, Dr Hubertus
ID-Code:2987
Eingestellt am:10 Jul 2004
Letzte Änderung:20 Aug 2009 16:23
Dokumentensprache:Deutsch
Veröffentlichungsstatus:Unveröffentlicht
Status wissenschaftlicher Begutachtung:Nicht wissenschaftlich begutachtet
Ergänzende Informationen:Betreuung: PD Dr. Hubertus Hertzberg vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau

Einstellende Person und Archivverwaltung: Kontrollseite des Eintrags