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Einfluss von stäubenden Substanzen auf die Vinifikation von Wein

Daniel, Claudia; Matray, Silvia; Gallati, Philip and Tuchschmid, Andi (2015) Einfluss von stäubenden Substanzen auf die Vinifikation von Wein. Bericht FiBL. Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) .

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Summary

Die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) wurde 2008 aus Südostasien nach Europa eingeschleppt und verursacht seitdem z.T. massive Ertragsausfälle. Aufgrund der Witterungsbedingungen wurden im Jahr 2014 erstmals starke Schäden am Wein festgestellt. Per Ausnahmebewilligung hat das BLW für das Jahr 2014 den Einsatz von Kaolin (Produkt Surround) bewilligt, jedoch mit dem Hinweis: „Die Auswirkungen einer Behandlung auf die Gärung der Maische aus behandelten Trauben wurde nicht untersucht.“ Viele Produzenten setzten im Jahr 2014 auch Kalkprodukte ein. Ein solcher Einsatz kann jedoch den pH-Wert anheben und somit einen Einfluss auf die Vinifikation und die Weinqualität haben. Das Ziel dieses Versuches ist es, den Einfluss von verschiedenen stäubenden Mitteln auf die Vinifizierung festzustellen. Geprüft wurden das Tonprodukt Kaolin (Surround®WP, Firma Stähler), das mikroporöse Gesteinsmehl Klinoptilolith (Klinospray, Firma Unipoint) und Kalk (CaCO3).
Im Versuch wurde durch die Applikation von hohen Aufwandmengen kurz vor der Ernte und durch den Verzicht einer Vorklärung im Keller ein Worst-case-Szenario simuliert.
Dabei wurde beobachtet, dass starke Rückstände auf den Früchten das Auslesen von Essigbeeren erschweren. Bei der Vinifizierung waren Kaolin und Klinospray trotz der hohen Aufwandmengen und trotz des Beibelassens des Trubes unauffällig, während das verwendete Kalkprodukt einen spürbar negativen Einfluss auf die Weinqualität hatte. Bei der Degustation erzielten das mit Klinospray behandelte Verfahren die besten Bewertungen.
Bei einem Einsatz von Kaolin sind somit keine negativen Auswirkungen auf die Weinqualität zu erwarten. Ob die Weinqualität durch den Einsatz von Klinospray gesteigert werden kann, muss in weiteren Versuchen überprüft werden. Zudem sind weitere Versuchen nötig, um zu klären, ob andere Kalkformulierungen und reduzierte Aufwandmengen (z.B. Löschkalk in geringer Aufwandmenge von 2 kg / ha) besser verträglich sind.


EPrint Type:Report
Keywords:drosophila suzukii
Subjects: Crop husbandry > Crop health, quality, protection
Crop husbandry > Production systems > Fruit and berries > Viticulture
Research affiliation: Switzerland > FiBL - Research Institute of Organic Agriculture Switzerland > Plant Protection and Biodiversity
Switzerland > FiBL - Research Institute of Organic Agriculture Switzerland > Entomolgy
Deposited By: Daniel, Dr. Claudia
ID Code:29158
Deposited On:15 Jul 2015 12:14
Last Modified:15 Jul 2015 12:16
Document Language:German/Deutsch
Status:Unpublished
Refereed:Not peer-reviewed

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