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Zwischen Kosmos und Erde. 2. Verlust an Nahrungsqualität durch Hybridsaatgut

Hagel, Ingo (2001) Zwischen Kosmos und Erde. 2. Verlust an Nahrungsqualität durch Hybridsaatgut. [In between cosmos and earth. 2. Loss of food quality by hybrid seeds.] Das Goetheanum, 47, pp. 867-869.

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267Kb

Summary

[Auszug aus dem Dokument - Einleitung:]
Die pflanzliche Nahrung ist einer der Einflüsse, mit denen sich der Mensch jeden Tag auseinandersetzen muss, und die je nach ihrer Qualität nicht nur seine physiologische, sondern auch seine geistig-seelische Konstitution beeinflusst. Zu dieser Frage wurden in der letzten Ausgabe des „Goetheanum“ auf wichtige Beziehungen zwischen dem Wachstum der Pflanzen und dem des Menschen aufmerksam gemacht. Weiter wurde ausgeführt, dass umgewandelte Wachstumskräfte des Menschen die Grundlage für dessen gewöhnliches Bewusstsein sind. Für eine spirituelle Entwicklung sind diese Kräfte aber nicht von Bedeutung, im Übermaß sind sie sogar hinderlich.
Daraus konnte verständlich werden, warum die im konventionellen Landbau zur Intensivierung des Wachstums und zur Erzielung von Höchsterträgen angewandte mineralische Stickstoffdüngung speziell in dem geistigen Landwirtschaftsimpuls Rudolf Steiners, der in der biologisch-dynamisch Wirtschaftsweise verwirklicht werden soll, abgelehnt wird. Allerdings sind mit Bezug auf diese Aspekte nicht nur verschiedene Düngungsmaßnahmen kritisch zu beurteilen. Denn Rudolf Steiner weist an mehreren Stellen im „Landwirtschaftlichen Kurs“ (LWK, STEINER 1924) ganz allgemein auf die problematische Beziehung zwischen Massenwachstum und Produktqualität hin. So kann es zwar sein, dass „man durch irgendeine Maßnahme (und dazu zählen neben den Düngungs- natürlich auch die Züchtungsmaßnahmen, Anmerkung I.H.) augenblicklich große Erfolge erzielt, große Kartoffeln hat, etwas hat, was Größe hat, was anschwillt.“ Die so gezogene Frucht ist aber „vielleicht nur magenfüllend, nicht eigentlich sein inneres Dasein befördernd“ (LWK 4. Vortrag). Auch soll man sich nicht betrügen, „indem man irgendetwas Großes und Aufgeplustertes hat, sondern dass man es konsistent in sich mit wirklicher Nährkraft hat“ (LWK 5. Vortrag). Deshalb muss an dieser Stelle auch auf die Fragwürdigkeit einer Verwendung der wachstums- und ertragsbetonten Hybridsorten (mit ihren gegenüber den Populationssorten noch einmal deutlich gesteigerten Erträgen) im Ökologischen Landbau hingewiesen werden. [...]


EPrint Type:Journal paper
Keywords:Nahrungsqualität, Lebensmitelqualität, Hybriden, Hybridsaatgut, anthroposophischer Forschungsansatz, biologisch-dynamische Forschung
Subjects: Values, standards and certification > Technology assessment
Food systems > Food security, food quality and human health
Crop husbandry > Breeding, genetics and propagation
Research affiliation: Germany > Institute for Biodynamic Research - IBDF > Organic Plant Breeding and Crop Diversity
Germany > Institute for Biodynamic Research - IBDF > Food Quality
Germany > Institute for Biodynamic Research - IBDF > Anthroposophic Research
Related Links:http://orgprints.org/00002122/, http://www.ibdf.de
Deposited By: Hagel, Ingo
ID Code:2249
Deposited On:22 Jul 2005
Last Modified:12 Apr 2010 07:28
Document Language:German - Deutsch
Status:Published
Refereed:Not peer-reviewed
Additional Publishing Information:1. Teil des Beitrags siehe http://orgprints.org/00002248/

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