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Ökologischer Weinbau in Deutschland - Feldversuche und praktische Erfahrungen zur Kupferreduzierung

Kauer, R.; Berkelmann-Löhnertz, B.; Uhl, J.; Schmidt, M. and Wolff, M. (2003) Ökologischer Weinbau in Deutschland - Feldversuche und praktische Erfahrungen zur Kupferreduzierung. [Organic Viticulture in Germany - Field Trials and Experiences on Reduction of Copper.] In: Kühne, Stefan and Friedrich, Britta (Eds.) "Alternativen zur Anwendung von Kupfer als Pflanzenschutzmittel"; Berichte aus der Biologischen Bundesanstalt, Saphir Verlag, D-Ribbesbüttel, 118, pp. 38-43.

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168Kb

Summary

Ableitend aus dem aktuellen Kenntnisstand, den vorgestellten Ergebnissen und vielfältigen Erfahrungen aus der Praxis muss festgestellt werden, dass derzeit keine praxisreifen Kupferersatzstoffe aus den Bereichen anorganische Salze, Pflanzenextrakte und biologische Antagonisten zur Verfügung stehen.
Die im Rahmen der vorgestellten Versuche mit einem unformulierten Präparat des biologischen Antagonisten von Plasmopara viticola, Erwinia herbicola, erzielten Ergebnisse machen den Forschungsbedarf in diesem Sektor deutlich.
Die Wirkungspotentiale von Erwinia herbicola konnten mit dem unformulierten Versuchsprodukt bei gleichzeitig starkem Infektionsdruck und den realisierten Applikationsintervallen nicht ausgeschöpft werden. Gute Ergebnisse beim Einsatz von Erwinia herbicola Anfang der 90er Jahre belegen die Wirksamkeit dieses Antagonisten, wobei besonders durch entsprechende Formulierung Wirkungssteigerungen erreicht wurden.
Um die Existenz des europäischen Bioweinbaus sicherzustellen ist der Erhalt bestimmter Kupferverbindungen im Anhang II der EU-VO 2092/91 derzeit unverzichtbar.
Weiterhin ist aufgrund der klimatisch bedingten, an Stärke zunehmenden Infektionsereignisse durch Plasmopara viticola eine Reduzierung der Aufwandmengen unter 3 kg/ha und Jahr in der Praxis nicht vorstellbar.
Möglichkeiten zu einer weiteren nationalen Reduzierung des Kupfereinsatzes (< 3 kg/ha) bei hohem Befallsdruck wären derzeit nur nach einer Wiederzulassung von phosphithaltigen Präparaten durch die BBA (Ökofluid-P und Robus sind derzeit nicht als Pflanzenstärkungsmittel registriert) gegeben und im Sinne der Praxis verantwortbar, wobei die Akzeptanz dieser Präparate durch die Bioanbauverbände gegeben sein müsste. Bei einer Eingruppierung als Pflanzenschutzmittel wäre eine Aufnahme in den Anhang II der EU Verordnung zu beantragen.
Bereits bekannte Ergebnisse aus den 90er Jahren und aktuelle Untersuchungen zu Phosphonatrückständen in den Weinen aus den vorgestellten Versuchen sowie weiteren Proben aus der Praxis belegen die bestehende Rückstandsproblematik.
Aktuell laufende Untersuchungen weisen jedoch darauf hin, dass dieser Problematik durch eine Begrenzung des Einsatzes bis in den Bereich des Entwicklungsstadiums „Erbsengröße“ (BBCH 75) sowie den Einsatz von Präparaten mit geringerer Phosphonatkonzentration
deutlich entgegengewirkt werden kann.
Die Untersuchungen hierzu sind noch nicht abgeschlossen und werden fortgesetzt.


EPrint Type:Conference paper, poster, etc.
Type of presentation:Paper
Keywords:Kupferersatz, Aufwandmenge, Infektionsdruck, Befallsdruck, Pilz, Pilzkrankheit, Peronospora, Plasmopara, Erwinia, Blattbefall
Subjects: Crop husbandry > Crop health, quality, protection
Crop husbandry > Production systems > Fruit and berries > Viticulture
Research affiliation: Germany > Federal Research Centre for Cultivated Plants - JKI > Institute for Biological Control
Related Links:http://orgprints.org/00002135/, http://www.bba.de/oekoland/index.htm
Deposited By: Kauer, Dr. Randolf
ID Code:2048
Deposited On:15 Jan 2004
Last Modified:12 Apr 2010 07:28
Document Language:German - Deutsch
Status:Published
Refereed:Not peer-reviewed
Additional Publishing Information:Die Berichte der Biologischen Bundesanstalt können beim Saphir Verlag, Ribbesbüttel unter folgender Adresse bezogen werden: Saphir Druck + Verlag, Gutsstraße 15, 38551 Ribbesbüttel, Tel. 0 53 74 - 65 76, Fax: 0 53 74 - 65 77, saphirverlag@t-online.de.

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