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Mit Bio blüht die Vielfalt – Wildtierfreundlicher Biolandbau

Pfiffner, Lukas and Chevillat, Véronique (2009) Mit Bio blüht die Vielfalt – Wildtierfreundlicher Biolandbau. Zwischenbericht. Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), CH Frick.

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Summary

Diverse Grundlagen für eine Natur- und Landschaftsschutz optimierte, landwirtschaftliche Produktion wurden erstellt oder weiterentwickelt: ein Punktesystem Biodiversität, ein Leitartensystem, ein Faktenblatt und ein Feldversuch. Das Netz der Modellbetriebe im Tal- und Berggebiet der Schweiz wurde konsolidiert sowie die Aktivitäten mit den Partnerinstituten FiBL Österreich in Wien und dem Bioinstitut im tschechischen Olomouc wurden 2009 vorerst zu einem Abschluss gebracht (siehe separate Berichte).Ein Faktenblatt wurde zum Thema ‚Biolandbau und Biodiversität’ auf Basis umfangreicher Recherchen erstellt (Pfiffner & Balmer 2009). Dies um die Leistungen des Biolandbaues im Bereich Biodiversität für eine breitere, interessierte Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Im Forschungsteil wurde ein Feldversuch auf zwei Bergbetrieben angelegt. Das Ziel ist die Regulierung von Adlerfarn auf wertvollen Ökoflächen. Der Adlerfarn breitet sich dort stark aus und reduziert die Vielfalt der Pflanzen drastisch und hemmt sogar die Bodenfruchtbarkeit. Ausserdem ist der Adlerfarn für Tiere und Menschen sehr giftig. Mit einem angepassten Schnittregime soll eine Strategie zur Reduktion des Aderfarns in einem mehrjährigen Versuch getestet werden.
In der Umsetzungsebene standen die bisher betreuten Betriebe im Fokus. In den vier Regionen wurden 13 Modellbetriebe in der Umsetzung der ökologischen Aufwertung weiter begleitet. Diese Betriebe verfolgen in der Produktion und im ökologischen Ausgleich agrarökologisch und naturschutzfachlich regional angepasste Ziele und haben dank innovativer Ansätze eine überregionale Ausstrahlung. Für die Auswahl und Feinsteuerung der Massnahmen wurden Ziel- und Leitarten eingesetzt (Graf et al. 2009). In der Region Entlebuch waren es fünf und in der Raum Münsingen und im Jura jeweils zwei Betriebe. Im Unterengadin wurden die vier Bio-Betriebe den regionalen Akteuren übergeben. In drei Regionen wurden zudem das neu eingeführte Punktesystem (Vogelwarte/ FiBL: Jenny et al. 2009) zur gesamtbetrieblichen Abschätzung der Naturschutzleistungen eingesetzt. Die Anzahl Punkte schwankten von 11.8 bis 30 Punkte. Insgesamt wurde mit einem Durchschnitt von 19 Punkten ein recht hoher Wert erreicht (vgl. Tabelle 1). Es hat sich gezeigt, dass die einige Betriebe auch in der Bergzone beträchtliche Punkte erzielen – nicht zuletzt dank der Beratung. Mit mehreren Veranstaltungen und Veröffentlichungen wurden die Leistungen der Modellbetriebe einem breiteren Publikum näher gebracht. Insgesamt wurden drei Flurbegehungen organisiert, zwei davon spezifisch für Bauern und eine für ein breiteres Publikum. Es konnten wieder zwei Heckenpflanzaktionen mit Schülern und Lehrlingen organisiert werden. Diese Veranstaltungen stiessen auf grosses Interesse der Teilnehmer und werden nächstes Jahr wieder durchgeführt.


EPrint Type:Report
Keywords:Pflanzenschutz und Biodiversität, Funktionelle Biodiversität und Wildtierfreundlicher Biolandbau, Naturschutz, Artenvielfalt, Punktesystem, Leitartensystem, Faktenblatt, Feldversuch
Subjects:"Organics" in general
Environmental aspects > Biodiversity and ecosystem services
Research affiliation: Switzerland > FiBL - Research Institute of Organic Agriculture Switzerland > Plant Protection and Biodiversity
Related Links:http://www.fibl.org/de/schweiz/forschung/pflanzenschutz-biodiversitaet/pb-projekte/wildtierfreundlicher-biolandbau.html, http://www.fibl.org/de/schweiz/forschung/pflanzenschutz-biodiversitaet.html
Deposited By: Pfiffner, Dr. Lukas
ID Code:20191
Deposited On:19 Apr 2012 14:39
Last Modified:19 Apr 2012 14:39
Document Language:German - Deutsch
Status:Unpublished
Refereed:Not peer-reviewed

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