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1961: Bio jetzt auch im konventionellen Discounter - Stärken und Schwächen des Marketingkonzeptes von BioBio bei PLUS [Now Organic in conventional discounters, too - strength and weakness of the marketing concept of BioBio at PLUS]

Reuter, Katharina (2002) Bio jetzt auch im konventionellen Discounter - Stärken und Schwächen des Marketingkonzeptes von BioBio bei PLUS [Now Organic in conventional discounters, too - strength and weakness of the marketing concept of BioBio at PLUS]. Report, Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus, Fachgebiet Agrarmarketing, Humboldt-Universität Berlin, Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät.

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Summary

Fazit:
„Es wird zuviel geworben und zu wenig informiert.“
Da der überwiegende Absatz der Bioprodukte über Gelegenheitskäufe realisiert wird, ist es notwendig, den Ansprüchen dieser Kundengruppe auch weiterhin Rechnung zu tragen. Die Intensität der Werbung sollte nicht verringert werden, Beibehaltung der Preispolitik und der nicht-geblockten Platzierung. Die Glaubwürdigkeit des Biosortiments wurde in der Untersuchung als Defizit ermittelt – zum Einen begründet durch das kühle Produktdesign und zum Anderen durch die Preispolitik.
Daher ist eine Ausweitung der Bewerbung des BioBio-Sortiments in den wöchentlich erscheinenden Faltblättern anzuraten, zusätzlich dazu eine verstärkte Information über Bioprodukte und die ökologische Wirtschaftsweise (Informationsvermittlung bezüglich Kontrolle und Echtheit der Bioprodukte.)
Um die Bekanntheit und Beliebtheit zu fördern, wären Verkostungen wünschenswert (auch durch Mitarbeiter der Hersteller), Broschüren mit rustikalen, ländlichen Rezepten und ein zentrales Plakat mit Kernaussagen zum Bio-Sortiment könnten weitere Informationen für die Kunden liefern. Die Angebotspolitik sollte verbessert werden: Die begrenzte Sortimentsbreite stellt einen Nachteil gegenüber den Konkurrenten am Lebensmittelmarkt mit Biosortimenten dar. Produkte aus der vorhandenen Angebotspalette sollten in allen Filialen konstant verfügbar sein.
Die Bundesministerin Renate Künast unterstützte die Produkteinführung des BioBio- Angebotes, da für die Verwirklichung des politischen Ziels von 20% Ökolandbau ein Engagement der Discounter im Biobereich wichtig ist. Die Discounter können ihren Teil dazu beitragen, den Absatz von Bioprodukten und die Pull-Wirkung durch eine stärkere Nachfrage zu erhöhen.
Bisher scheint die Einführung der BioBio eine Erfolgsgeschichte zu werden, so hat z.B. die Öko-Milch schon in den ersten Wochen einen Absatzanteil von 15 Prozent erreicht (RIPPIN 2002). Jetzt muss es darum gehen, die Kundenbindung zu verstärken und gleichzeitig den Umsatz pro Kunde zu erhöhen. Werden sich dann die mit der Produkteinführung verbundenen Hoffnungen erfüllen und die Ergebnisse weiterhin deutlich über denen anderer Handelsunternehmen liegen, so ist damit zu rechnen, dass die Konkurrenz mit einem Biosortiment nachzieht.

Document Language:Deutsch - German
Keywords:Biolabel, Kennzeichnung, Supermarkt
Subject Areas: Food systems > Markets and trade
Research affiliation: Germany > Univ. Berlin (HU) > Agricultural Marketing
Orgprints ID Number:1961
Contact:Reuter, Dr. Katharina
Deposited On:13 November 2003
EPrint Type:Report
Published?:Published
Online at:http://www.agrar.hu-berlin.de/wisola/fg/ama/BioBio-Label%20Reuter1.pdf
Peer Review Status:Not peer-reviewed

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