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Integration neuester Forschungsergebnisse zu einem Gesamtkonzept für die Regulierung von Falschem Mehltau an Zwiebeln im ökologischen Landbau: Sortenwahl und Anbauverfahren (Verbundvorhaben)

{Project} Integration neuester Forschungsergebnisse zu einem Gesamtkonzept für die Regulierung von Falschem Mehltau an Zwiebeln im ökologischen Landbau: Sortenwahl und Anbauverfahren (Verbundvorhaben). [Integration of latest research results into a concept for controlling downy mildew (Peronospora destructor) in organically grown onions: Variety selection and cultivation method.] Runs 2007 - 2010. Project Leader(s): Rau, Florian, Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, D-Visselhövede.

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Online at: http://www.bundesprogramm.de/fkz=06OE034

Summary

Das hier beschriebene Projekt ist Teil eines Verbundvorhabens, das folgende Teilprojekte umfasst: FKZ 06OE034, FKZ 06OE073.
Alle in Organic Eprints archivierten Projektbeschreibungen und Veröffentlichungen zu diesem Verbundvorhaben finden Sie unter folgendem Link: http://orgprints.org/cgi/saved_search?savedsearchid=1316.
Teilversuch 1 Säzwiebeln: Vergleich mehltauresistenter Sorten mit norddeutschen Standardsorten auf zwei Praxisflächen
Auf zwei Praxisbetrieben im Landkreis Nienburg wurden vom Ökoring e.V. acht verschiedene Zwiebelsorten untersucht, darunter waren die drei neuen mehltauresistenten Sorten sowie fünf weitere Sorten, sowie die norddeutschen Standardsorten im ökologischen Anbau ‚Profit’, ‚Summit’ und ‚Hector’. Zur Aussaat war die Witterung warm und trocken, eine Zusatzbewässerung fand nicht statt. Erst mit Einsetzen der Niederschläge ab Mitte Mai zeigte sich ein verstärktes Wachstum.
Der Falsche Mehltau trat in diesem Jahr ab Anfang Juli auf. An beiden Standorten war das Auftreten insgesamt mäßig. Auffällig war das der Befall am Standort 1 bei allen Sorten höher war als an Standort 2. Dies lag vor allem an einem größeren Befallsnest, das innerhalb der Versuchsfläche lag. Ende Juli begann der Schlottenknick.
An den mehltauresistenten Sorten wurden zu einem sehr späten Zeitpunkt und in einem sehr geringen Maße Falscher Mehltau beobachtet. Ob dies auf noch vorhandene Sortenunreinheiten oder auf die Durchbrechung der Resistenz zurückzuführen ist, muss noch geklärt werden.
Die Erträge lagen an Standort 1 insgesamt höher als an Standort 2. Die norddeutschen Standardsorten ‚Profit’, ‚Summit’ und ‚Hector’ haben sich trotz des mäßigen Auftretens von Falschem Mehltau bewährt und zeigten an beiden Standorten vergleichsweise hohe Erträge. Auch die neue mehltauresistente Sorte ‚Yankee’ zeigte einen hohen Ertrag. Allerdings neigt diese als Amerikaner-Typ in den norddeutschen Gefilden zum Schossen. Die mehltauresistenten Sorten ‚Santero’ und ‚BGS 237’ hatten einen etwas geringeren Feldaufgang und zeigten sich etwas ertragsschwächer gegenüber den Standardsorten. Die in den vergangenen Jahren ertragsstarke Öko-Sorte ‚Bajosta’ hatte an beiden Standorten den höchsten Befall mit Falschem Mehltau, was wahrscheinlich zu einem geringeren Ertrag führte.
Teilversuch 2 Pflanzzwiebeln: Vergleich einer mehltauresistenten Sorte mit einer norddeutschen Standardsorte auf zwei Praxisflächen
In 2007 wurden zwei Zwiebelsorten auf zwei Praxisbetrieben in Niedersachsen im Pflanzverfahren untersucht. Dabei wurde die mehltauresistente Sorte ‚Yankee’ sowie die in Norddeutschland bewährte Sorte ‚Summit’ getestet.
Standort 1 war ein sehr schwerer, toniger Standort, auf dem die Pflanzzwiebeln vor allem im trockenen, heißen April aufgrund von fehlender Bewässerung Wachstumshemmungen zeigten. Die Gesamterträge lagen an diesem Standort auf niedrigem Niveau. Der Amerikaner-Typ ‚Yankee’ hatte einen Ertrag von 301 dt/ha, ‚Summit’ lag bei 339 dt/ha.
An Standort 2, auf einem lehmigen Sand, zeigten beide Sorte sehr hohe Erträge: ‚Yankee’ hatte einen Gesamtertrag von über 600 dt/ha, ‚Summit’ von 523 dt/ha.
Der Falsche Mehltau trat an beiden Stanorten nur im geringen Maße auf.
Teilversuch 3: Vergleich der Lagereignung verschiedener Sorten bei Sä- und Pflanzzwiebeln
Aus der Zwiebelsaison 2007 wurden aus den Sä- und Pflanzversuchen eines von der Bundesanstalt für ‚Landwirtschaft und Ernährung (BLE) geförderten Projektes verschiedene Zwiebelsorten unter Praxisbedingungen eingelagert und nach der Auslagerung auf die Lagereignung bonitiert.
Die Säzwiebeln unterlagen dabei den üblichen Atmungsverlusten und waren zum Auslagerungstermin in einem guten Zustand. Die Zwiebeln von Betrieb 1 hatten tendenziell höhere Atmungsverluste als die von Betrieb 2. Der Anteil der ‚nicht marktfähigen Zwiebeln’ wurde vor allem durch ausgetriebene und faule Zwiebel verursacht. Der Anteil an getriebenen Zwiebeln war bei den Säzwiebeln sehr gering.
An Standort 1 zeigte nur die Öko-Sorte ‚Bajosta’ zum Boniturtermin im Februar einen leichten Austrieb von 0,5 %. An Standort 2 war der Anteil an ausgetriebenen Zwiebeln bei allen untersuchten Sorten etwas höher. Die mehltauresistente Sorte ‚Yankee’ hatte hier den höchsten Anteil an ausgetriebenen Zwiebeln mit 1,1 %, vermutlich ist dies durch ihren Amerikaner-Typ zu begründen.
Der Anteil an faulen Zwiebeln lag bei den Säversuchen in einem geringen Maße, aber tendenziell gab es auch hier bei den Säzwiebeln vom Betrieb 2 höhere Verluste. Schalenlosigkeit verursachte kaum Verluste.
Bei den Pflanzzwiebeln waren die Verluste durch Atmung wesentlich höher als bei den Säzwiebeln. Es gab Atmungsverluste von bis zu 10 %. Die neue mehltauresistente Sorte ‚Yankee’ hatte dabei an beiden Standorten wesentlich höhere Verluste als die Standardsorte ‚Summit’. Weitere hohe Verluste gab es durch Fäulnis. Auch dabei hatte ‚Yankee’ höhere Einbußen als die norddeutsche Standardsorte ‚Summit’ zu verzeichnen.
Der hohe Anteil an Fäulnis wurde durch Botrytis sp. verursacht. Zum einen drangen die Erreger über das absterbende Laub ein und lösten im Lager die so genannte Zwiebelhalsfäule aus. Die Zwiebeln werden dabei im oberen Teil wässrig und braun. Zum anderen wurde die Fäulnis der Pflanzzwiebeln durch Botrytiserreger ausgelöst, die über Verletzungen in der Bulbe eingedrungen sind. Auch dort wird das Gewebe weich und wässrig, und bildet zum Teil einen grauen Pilzbelag, der später die gesamte Zwiebel befällt. Zur Ernte herrschte bei beiden Pflanzversuchen eine sehr feuchte, mäßig warme Witterung, die den Botrytis-Befall begünstigt hat.
Die mehltauresistente Sorte ‚Yankee’ hatte bei den Pflanzzwiebeln vermutlich aufgrund ihres Amerikaner-Typs auf beiden Standorten höhere Ausfälle als die norddeutsche Standardsorte ‚Summit’.
Angaben zur Finanzierung des Projekts finden Sie im Förderkatalog des Bundes unter http://foerderportal.bund.de/foekat/jsp/StartAction.do. Bitte geben Sie in das Suchfeld eine 28 plus das Förderkennzeichen (FKZ) des BÖL-Projektes ein, z.B. 2808OE212 für das BÖL-Projekt mit der FKZ 08OE212.


EPrint Type:Project description
Keywords:BÖL, BOEL, FKZ 06OE034, FKZ 06OE073, Verbundprojekt, Zwiebeln, Zwiebelsorte Zwiebelsorten, Mehltauresistenz, Falscher Mehltau, Laubgesundheit, Lagereigenschaften, Lagereignung, Lagerverluste, Pflanzzwiebeln, Zwiebelaustrieb
Subjects: Crop husbandry > Crop health, quality, protection
Crop husbandry > Breeding, genetics and propagation
Crop husbandry > Production systems > Vegetables
Research affiliation: Germany > Federal Organic Farming Scheme - BOELN > Plants > Pflanzenschutz
Germany > Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen - KÖN
Research funders: Germany > Federal Organic Farming Scheme - BOELN
Germany > Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung - BLE
Related Links:http://www.bundesprogramm-oekolandbau.de, http://www.bundesprogramm.de/fkz=06OE034, http://orgprints.org/perl/search/advanced?addtitle%2Ftitle=&keywords=06OE034&projects=BOEL&_order=bypublication&_action_search=Suchen, http://www.oeko-komp.de, http://www.oekoring.de, http://orgprints.org/cgi/saved_search?savedsearchid=1316, http://foerderportal.bund.de/foekat/jsp/StartAction.do
Project ID:FKZ 06OE034
Start Date:1 April 2007
End Date:31 March 2010
Deposited By: Buck, Dipl. Ing. agrar Holger
ID Code:13578
Deposited On:17 Jun 2008
Last Modified:21 Mar 2011 11:24

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