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13472: Evaluierung und Optimierung biologischer Verfahren zur Regulierung des Pflaumenwicklers (Cydia funebrana) und der Monilia-Krankheit im ökologischen Steinobstanbau

{PROJECT} Evaluierung und Optimierung biologischer Verfahren zur Regulierung des Pflaumenwicklers (Cydia funebrana) und der Monilia-Krankheit im ökologischen Steinobstanbau. Runs 12 April 2007 - 15 March 2010. Project leader(s): Pfeiffer, Dipl. Ing. (FH) Barbara, Staatl. Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg. More information online at <http://service.ble.de/fpd_ble/index2.php?detail_id=762&site_key=141&stichw_suche=DUMMY&zeilenzahl_zaehler=1052&NextRow=290>.

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Summary

1. Geplante Arbeitsschritte
1.1 Optimierung der Pflaumenwicklerbekämpfung - Freilandversuche
In Abhängigkeit des Verlaufs und der Resultate der Laborversuche mit Bacillus thuringiensis-, NeemAzal-T/S(r)- (während der Blüte) und Beauveria bassiana-Präparaten, sowie entomopathogenen Viren und Nematoden, sollen diese Verfahren auch unter Freilandbedingungen geprüft werden.
Weiterhin soll untersucht werden, wie die in der Schweiz verfügbaren Pheromone des Typs Isomate OFM-Rosso(r) am optimalsten zur Regulierung des Pflaumenwicklers eingesetzt werden können. Hierzu werden nach der Pflaumenblüte geeignete Betriebe ausgewählt, in denen ein ausreichender Behang gegeben ist und mit einem Befall durch Pflaumenwickler zu rechnen ist. Die Pheromone der Verwirrungsmethode werden zu Beginn des Fluges der 1. Pflaumenwicklergeneration auf einer ausreichend großen Fläche ausgehängt. Als Vergleich dient eine kleine Fläche ohne Verwirrung (Kontrolle), in der ein Befall der Früchte toleriert werden muß. In beiden Flächen wird der tatsächliche Falterflug mittels Pheromonfallen kontrolliert. Bei Sichtbarwerden des Befalls und zur Reife der Sorten erfolgt die Kontrolle des Befalls durch die 1. und 2. Generation. Außerdem soll überprüft werden, ob die Ausbringung des Pheromons außerhalb der Versuchsfläche den Wirkungsgrad der Maßnahme erhöht.
In Freilandversuchen soll in zwei verschiedenen Regionen zum einen der zur Bekämpfung optimale Ausbringungszeitpunkt der Eikärtchen von Trichogramma cacoeciae ermittelt werden. Zum anderen sollen Anhaltspunkte zwischen Befallsdruck und der zur Bekämpfung notwendigen Anzahl der ausgebrachten Eikärtchen pro Baum bzw. ha erarbeitet werden. Ansätze zu neuen Ausbringmethoden sollen im Vergleich zum Aushängen von Kärtchen getestet werden. Darüber hinaus soll untersucht werden, welchen Einfluß die im Ökolandbau zur Reduktion von Pilzerkrankungen übliche Ausbringung von Schwefel auf die Einsatzmöglichkeiten von Trichogramma hat. In Abhängigkeit der Laborversuche sollen bei den Freilandtests auch unterschiedliche T. cacoeciae-Stämme zum Einsatz kommen. Zusätzlich sollen Freilandversuche mit Bioinsektiziden gegen neonate bzw. überwinternde Pflaumenwicklerlarven durchgeführt werden.
Weiterhin sollen künstliche Verstecke zum Abfangen der Altlarven der 2. Generation ausgebracht werden. Anschließend ist zu überprüfen, ob mit dieser Maßnahme auch unter Freilandbedingungen eine Reduktion der Populationsstärke erreicht werden kann.
1.2 Regulierung der Monilia-Krankheit - Freilandversuche
In Freilandversuchen soll die Handausdünnung als mögliche kulturtechnische Maßnahme zur Verringerung des Fruchtbefalls mit Monilia geprüft werden. Kombinationen mit anlagenhygienischen Maßnahmen, wie die gezielte Reduktion von Fruchtmumien am Baum und Boden sollen bewertet werden. Im engen fachlichen Austausch mit den Mitarbeitern vom Monilia-Projekt Baden-Württemberg (LTZ Augustenberg) sollen deren Erkenntnisse in weitere Varianten einfließen. Eine detaillierte Auswertung des Fruchtbefalls ist vorgesehen, sowohl bei der Ernte, als auch nach einer gewissen Lagerzeit. Abgestrebt werden auch Varianten zur Heißwasserbehandlung von Pflaumen in Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Ernährung in Karlsruhe.
In Sachsen sollen in einem Freilandversuch zur Reduktion des Monilia-Befalls bei Sauerkirschen in einem größeren Sauerkirschenbestand ('Schattenmorelle') auf insgesamt 15 ha maximal drei verschiedene Pflanzenbehandlungsmittel während der Blüte im Vergleich zu einer unbehandelten Kontrolle getestet werden. Parallel soll der Befall im Holz kontrolliert werden, um das Ausgangsbefallsniveau festzuhalten. Der Befall der Blütenbüschel wird bonitiert und die Zahl der abgestorbenen Triebspitzen an einer repräsentativen Probe festgehalten. Auffälligkeiten beim Befall mit anderen Pilzkrankheiten werden notiert.
An der LVWO Weinsberg soll ein 2004 gepflanzter Sauerkirschsortenversuch ökologisch bewirtschaftet und Bonituren zum Pilzbefall der Blüten und Triebe sowie zum Ertrag durchgeführt werden. Ziel ist es, eine vorläufige Empfehlung zu weniger monilia-empfindlichen Sauerkirschsorten für Beratungskräfte und für ökologisch wirtschaftende Praxisbetriebe zu erstellen.

Keywords:Cydia funebrana, Pflaumenwickler, Monilia, Ökologischer Steinobstanbau, Trichogramma cacoeciae, Freilandversuche, BÖL, BOEL, 06OE198
Subject Areas: Crop husbandry > Crop health, quality, protection
Crop husbandry > Production systems > Fruit and berries
Research affiliation: Germany > Other organizations
Project ID:06OE198
Location:Traubenplatz 5, 74189 Weinsberg
Start Date:12 April 2007
End Date:15 March 2010
Research Programmes and Funders: Germany > Federal Scheme BÖL > Plants > Pflanzenschutz
Germany > BLE
Total budget (Euro):164395
Orgprints ID Number:13472
Contact:Brinkmann, Dipl. Ing. (FH) Claudia
Deposited On:27 May 2008
EPrint Type:Project description
Online at:http://service.ble.de/fpd_ble/index2.php?detail_id=762&site_key=141&stichw_suche=DUMMY&zeilenzahl_zaehler=1052&NextRow=290

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