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Esparsette (Onobrychis viciifolia) als mögliche Futterpflanze zur Kontrolle von Magen-Darm-Strongyliden bei Schafen

Heckendorn, F.; Maurer, V.; Senn, M. and Hertzberg, H. (2006) Esparsette (Onobrychis viciifolia) als mögliche Futterpflanze zur Kontrolle von Magen-Darm-Strongyliden bei Schafen. Paper at: Tagung der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG), Wetzlar, 7.- 9.5.2006.

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Summary

In der Schaf- und Ziegenhaltung stellt der Befall mit Magen-Darm-Strongyliden (MDS) einen wesentlichen Problemfaktor für die Tiergesundheit dar. Klinische und subklinische Erkrankungen können von erheblicher wirtschaftlicher Relevanz sein. Eine zunehmende Resistenzentwicklung gegen seit langem eingesetzte Anthelminthika hat derzeit einen intensivierten Einsatz dieser Wirkstoffe zur Folge und verschärft das Problem somit zusätzlich. Die Entwicklung und Bereitstellung komplementärer Kontrollstrategien könnte zu einer erheblichen Reduktion des Anthelminthika-Einsatzes beitragen. Eine mögliche Strategie stellt der Einsatz tanninhaltiger Futterpflanzen dar. Wir beschreiben Ergebnisse aus einem in vivo Versuch zur antiparasitischen Wirkung von Esparsettenheu und Esparsettensilage (6,2 % und 4,4 % Tannine / Trockensubstanz) gegen Haemonchus contortus und Cooperia curticei in experimentell infizierten Lämmern. Nach 16-tägiger Fütterung mit Esparsettenheu war die H. contortus Wurmbürde im Vergleich zu einer isoproteisch und isoenergetisch gefütterten Kontrollgruppe (0,1 % Tannine / Trockensubstanz) um 53 % reduziert (P < 0,05). Es konnte gezeigt werden, dass Lämmer, die mit Esparsettenheu gefüttert wurden, bereits 10 Tage nach Versuchsbeginn 44 % (P < 0,05) weniger H. contortus Eier pro Gramm Kot (EpG) ausschieden als die Kontrolltiere. Bei Versuchsende (16 Tage nach Fütterungsbeginn) war die H. contortus Eiausscheidung im Vergleich zur Kontrolle um 58 % reduziert (P < 0,01). Die Tagesgewichtszunahme der Lämmer in der Esparsettenheu-Gruppe war im Vergleich zur Kontrollgruppe tendenziell besser (163 g/Tag und 96 g/Tag; P = 0,07). Die Fütterung mit Esparsettensilage reduzierte die H. contortus Eiausscheidung verglichen mit der Kontrolle um 48 %. Dieses Resultat war allerdings nicht signifikant (P = 0,075). Im Vergleich zu den Kontrollgruppen wurde die C. curticei Eiausscheidung durch Esparsettenheu um 74 % (P < 0,001) und durch Esparsettensilage um 81 % (P < 0,001) reduziert. Es handelt sich bei dieser Studie um die erste, welche die für den Praxiseinsatz wichtige Verwendung einer konservierten, tanninhaltigen Futterpflanze gezielt gegen H. contortus und C. curticei untersucht.


EPrint Type:Conference paper, poster, etc.
Type of presentation:Paper
Keywords:Veterinärparasitologie, Endoparasitenkontrolle, Tannine, kleine Wiederkäuer, Esparsettensilage, Magen-Darm-Strongyliden, Tiergesundheit, Anthelminthika, Kontrollstrategien
Subjects: Animal husbandry > Production systems > Sheep and goats
Animal husbandry > Health and welfare
Research affiliation: Switzerland > FiBL - Research Institute of Organic Agriculture Switzerland > Veterinary Parasitology
Related Links:http://www.fibl.org/forschung/veterinaerparasitologie/index.php
Deposited By: Heckendorn F, biologist MSc
ID Code:13308
Deposited On:23 Mar 2008
Last Modified:12 Apr 2010 07:37
Document Language:German - Deutsch
Status:Published
Refereed:Not peer-reviewed

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